Michael Wollny: Oslo & Wartburg (CD, LP+MP3)

Michael Wollny nimmt seine Fans 2018 mit auf eine spannende musikalische Reise: von der norwegischen Hauptstadt „Oslo“ (CD, LP+MP3) bis nach Thüringen, zur historischen „Wartburg“ (CD, LP+MP3). Gleich zwei Werke entstanden im letzten Jahr an diesen beiden speziellen Orten, ein Studio- und ein Livealbum. Anfang September des letzten Jahres nahmen Michael Wollny, Christian Weber und Eric Schaefer in der norwegischen Hauptstad Oslo ihr neues Album auf. ACT-Chef Siggi Loch lud zu dieser besonderen Aufnahmesession ins Osloer Rainbow Studio, an der am Schluss auch das Norwegian Wind Ensemble unter der Leitung von Geir Lysne beteiligt war. Da trafen dann Jazzer auf klassische Musiker. Ein Wagnis, dem Wollny recht gelassen entgegen blickte. „Wir hatten ja zuvor schon einige Male gemeinsam auf der Bühne gestanden“, erzählt er. „Weil dieses Orchester seit ein paar Jahren an freier Improvisation arbeitet, wussten wir, dass wir den Musikern vorab so gut wie nichts notieren mussten.“

Nur eine Woche später gab das Michael Wollny Trio, unterstützt vom französischen Saxofonisten Émile Parisien, anlässlich des ACT Jubiläums ein Konzert im Rittersaal der Wartburg über der Stadt Eisenach. Diese besondere Performance wurde von Adrian von Ripka live aufgenommen und ist jetzt als CD und LP erhältlich. Da die Burg noch bis zum frühen Abend für Touristen geöffnet war, blieb für ausgiebiges Proben keine Zeit. Die Lösung: Improvisation – dafür ist der deutsche Pianist ja bekannt. „Selbst wenn man versucht, Situationen vorzubereiten, entsteht am Ende doch meistens etwas anderes. (…) Mit dem Beginn der Improvisation wird Musik für mich erst richtig spannend.“

„Seine Alben sind nichts weniger als State of the Art in Sachen Piano.“ (Stereo)

„Wenn es zurzeit einen Musiker aus Deutschland gibt, der unvorhersehbar, kreativ und populär zugleich ist, dann fällt die Wahl auf Michael Wollny.“ (Literatur-Spiegel)

Live bei uns: The Sandbox Josephs, 5.4.2018, 18Uhr, Eintritt frei!

Bei den Sandbox Josephs aus dem Pegnitztal ist die Besetzung Programm: Eine Weissenborn Lap Steel, ein Banjo, eine elektrische Gibson. Mit diesen Instrumenten zaubern die Josephs einen ganz eigenen Sound herbei, mal zart und nahezu kammermusikalisch, mal erdig und roh. Die zum großen Teil selbst geschriebenen Lieder nehmen ihre Zuhörer mit auf die Reise durch das weite Land der southern sadness, wobei zwischen Blues und Bluegrass noch genügend Raum für wilde Euphorie und heroische Zusammenbrüche bleibt. The Sandbox Josephs verstehen sich auf die Kunst, traurig zu sein ohne zu jammern. Aber vielleicht ist das auch einfach nur typisch fränkisch. Und, ja: Die Josephs kennen sich tatsächlich seit Sandkastenzeiten. Gut eingespielt also. Die drei Herren werden ihr nagelneues Debüt-Album „Dig“ vorstellen, wir freuen uns sehr drauf!

Record Store Day 2018: Die Release-Liste ist jetzt online!

Liebe Vinylfreunde,

die Liste mit den Veröffentlichungen zum diesjährigen Record Store Day ist online! Der RSD findet am dritten Samstag im April statt, also am 21.4.2018.

Der Record Store Day wurde erstmals 2007 in den USA in die Tat umgesetzt. Eine Handvoll Musikenthusiasten hatte die feine Idee, kleine Indie-Plattenläden mit einigen speziellen, nur dort erhältlichen Neuerscheinungen zu feiern und zu fördern. Mittlerweile nehmen über 3000 unabhängige Geschäfte weltweit teil, die Liste der hochwertigen und seltenen Veröffentlichungen (Wiederauflagen, bisher Unveröffentlichtes, farbige LPs, Vinyl-Erstauflagen, Picture Discs etc.) beinhaltet mittlerweile an die 500 Tonträger.

Wie immer gilt: alle Veröffentlichungen erscheinen exklusiv zum RSD und dürfen auch erst ab dem 21.4. verkauft werden. Zudem sind die Artikel – teilweise streng – limitiert.

Und hier gehts zur offiziellen Liste der in Deutschland erscheinenden Veröffentlichungen:

Record Store Day 2018

Unsere Favoriten 2017

Anbei wieder unsere ganz persönlichen Lieblingsalben des vergangenen Jahres. Etwas verspätet – aber schließlich hat gute Musik kein Verfallsdatum. Wie immer inklusive Links zum Reinhören. Viel Spaß beim Durchstöbern!

Chefs 2017er Faves:

Anouar Brahem: Blue Maqams (CD, LP+MP3)

Rodney Crowell: Close Ties (CD, LP+MP3)

Curtis Harding: Face Your Fear (CD, LP+MP3)

Dhani Harrison: In//Parallel (CD, 2LP)

Kelela: Take Me Apart (CD, LP+MP3)

Michael McDonald: Wide Open (CD, LP)

JD McPherson: Undivided Heart & Soul (CD, LP+MP3)

Miles Mosley: Uprising (CD, LP+MP3)

Wesley Stace: Wesley Stace’s John Wesley Harding (CD, LP)

Colter Wall: Colter Wall (CD, LP+MP3)

Neues Altes:

Bob Dylan: Trouble No More – The Bootleg Series Vol. 13, 1979-1981 (2CD, 8CD+DVD, 4LP+2CD)

Steve Winwood: Greatest Hits Live (2CD, (CD, 4LP+MP3)

Soundtrack: American Epic (besonders: Sessions; CD, 2CD, 5CD, 3LP)

Utes Lieblinge 2017:

Laura Marling: Semper Femina (CD, 2CD, LP+MP3)

Father John Misty: Pure Comedy (CD, 2LP+MP3)

JD McPherson: Undivided Heart & Soul (CD, LP+MP3)

Grizzly Bear: Painted Ruins (CD, LP+MP3)

Fantastic Negrito: The Last Days Of Oakland (CD, LP)

Nadia Reid: Preservation (CD, LP+MP3)

Sohn: Rennen (CD, LP)

Mark Eitzel: Hey Mr. Ferryman (CD, LP)

Feist: Pleasure (CD, 2LP)

Gisbert zu Knyphausen: Das Licht Dieser Welt (CD, LP+CD, LP+CD+7“)

The XX: I See You (CD, 2CD, LP+CD)

Spoon: Hot Thoughts (CD, LP+MP3)

Sampha: Process (CD, LP)

Hurray For The Riff Raff: The Navigator (CD, LP+MP3)

The National: Sleep Well Beast (CD, LP+MP3)

Mélanie De Biasio: Lilies (CD, LP)

Nach ihrem großartigen Debüt „No Deal“ legt Melanie De Biasio erneut ein Album vor, das sich jeglichem Schubladen-Denken verweigert. Nicht umsonst bemüht die Presse Vergleiche von Billy Holiday, Nina Simone bis zu Mark Hollis und Portishead um die einzigartige Atmosphäre ihres Sounds zu umschreiben. Die Flötistin und Sängerin setzt auf Reduktion statt auf Opulenz. Ganz bewusst verzichtet die Belgierin auf große Instrumentierung und stellt ihre Stimme und spärliche jazzy-elektronische Arrangements in den Vordergrund. Es sind Stücke für die Nacht, die einen nicht mehr loslassen und bei jedem Hören neue Reize setzen. Alles in in Moll gehalten und minimalistisch inszeniert. Jedes Wort wird von ihr betont, manchmal haucht sie ihre Texte nur, dann wieder klingt Melanie De Biasio kraftvoll wie Odetta oder Nina Simone. „Ein eindringlich intensives, intimes Album … Chapeau!“ (Stereoplay)