Lera Lynn: Resistor (CD, LP)

Nicht nur wer die Stimmen von Hope Sandoval oder Margo Timmins (Cowboy Junkies) liebt, sollte dem neuen Album von Lera Lynn unbedingt ein Ohr schenken. Oder am besten gleich zwei. Die junge Dame aus Nashville kann nicht nur betörend singen, sie schreibt auch atmosphärisch ungemein dichte Songs. Serienjunkies kennen die Musikerin bereits durch ihre Auftritte in ‚True Detective‘. Für ihre Rolle als ‚down-and-out shoe-gazing bar singer‘ bekam sie blendende Rezensionen. Bei uns ist der dunkle Alterna-Folk von Ms Lynn noch ein Geheim-Tipp, die US Presse überschlägt sich bereits vor lauter Lobpreisungen: „The heat is in lyrics about desire, pain, betrayal and revenge… And the cool is in languorous slow tempos, minor chords, ruthlessly laconic arrangements, guitar lines swathed in reverb and a voice that smolders a long time before it flares up.“ (New York Times). Übrigens: Auch das komplett in Eigenregie veröffentlichte Vorgänger-Album „The Avenues“ (CD, LP) ist sehr empfehlenswert.

Achtung! Geänderte Sommer-Öffnungszeiten!

Werte Kunden, wir haben von Juni bis inklusive September geänderte Öffnungszeiten:

Mo.: geschlossen!

Di. & Mi.: 11.00 – 18.00

Do. & Fr.: 11.00 – 19.00

Sa.: 10.30 – 14.30

(oder nach Absprache)

Der Schallplattenmann präsentiert: Destroyer, 19.6., E-Werk (Clubbühne), Erlangen

Dan Bejars Projekt Destroyer als ambitioniert zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Wie einst der große David Bowie zeigt der Kanadier schon lange einen Chamäleon-artigen Instinkt für den Wandel, bleibt dabei aber sich und seiner Ästhetik treu. Kein Album klingt wie das davor – und doch irgendwie nach Destroyer. Die Kritiker lieben ihn dafür schon lange, die breitere Masse entdeckte seine Musik erst mit dem 2011er Softrock-Werk „Kaputt“. Doch Bejar wäre nicht Bejar, klänge sein neues Album nicht wieder ganz anders. Man könnte „Poison Season“ (CD, 2LP) grob zwischen Glam-Rock und Kammer-Pop verorten, radiotaugliche Nummern stehen neben instrumentalem Streich-Werk, obenauf gibts abstrakt-poetische Texte. Keine einfache Kost, aber wieder ein tolles Destroyer Album: „Opulenz, Transparenz, Atem und schwebende Übergänge kennzeichnen die überwältigende Pracht von ‚Poison Season‘, dieser mondänen Erzählung von der Magie der Welt.“ (Rolling Stone).
Nach der letztjährigen Album-Release-Tour kommt Destroyer mit einem 8-köpfigen Ensemble im Juni für nur vier Termine zurück nach Deutschland. Wir freuen uns sehr das Konzert in Erlangen zu präsentieren. Tickets gibt es im Vorverkauf ab 19,60 Euro.

Der Schallplattenmann präsentiert: Mandolin Orange, 17.5.2016, Künstlerhaus im KunstKulturQuartier (Zentralcafé), Nürnberg.

Mandolin Orange aus Chapel Hill, North Carolina sind ein Folkduo, wie es im Buche steht, mit Gitarre, Geige, Banjo, Mandoline und engelsgleichen Stimmen. Ihr 2013er Album „This Side of Jordan“ wurde vom National Public Radio zu einem der besten Folk/Americana Alben des Jahres gekürt. Seitdem sind sie fast ununterbrochen auf Tour und ihre Songs dementsprechend ein Produkt des ständigen ‚on the road‘-Seins, handeln aber nicht ausschließlich davon.
Das Zweitwerk „Such Jubilee“ (CD, LP) wurde von Emily und Andrew in den berühmten Echo Mountain Studios in North Carolina, aufgenommen. Andrew produzierte das Album und die beiden spielten fast alle Instrumente selbst ein. Der Opener „Old Ties And Companions“ kam bei NPR direkt in die Rubrik ‚Songs We Love‘ und nicht nur der deutsche Rolling Stone feierte das Album in seiner Review: „Akustikgitarre, etwas Perkussion und Farbtupfer von Pedalsteel, Mandoline und Fiddle reichen völlig aus, um den herrlichen Harmoniegesang aus einer weiblichen und einer männlichen Stimme zu unterstützen.“ (Good Times).
Das Konzert beginnt gegen 21 Uhr (Support: Josh Oliver); Tickets sind ab 14€ (zzgl. VK-Gebühr) bei den bekannten Vorverkaufsstellen sowie online erhältlich.

Scott Fagan: South Atlantic Blues (CD, LP)

Ursprünglich 1968 auf Atco Records erschienen, aber schnell wieder verschollen, handelt es sich bei dem erstaunlichen Debüt des damals 21-jährigen Scott Fagan um einen wahren verlorenen Klassiker. Nicht umsonst kürte Rolling Stone Redakteur Arne Willander die Wiederauflage zu seinem Album der Woche. Neu gemastert von den Original-Tapes erscheint „South Atlantic Blues“ jetzt zum ersten Mal wieder auf CD und Vinyl.
Der epische Zyklus dreht sich um das harte Leben & Lieben Fagans auf den Virgin Islands, wo er aufwuchs. Die Songs zeichnen sich sowohl durch dichte, anspielungsreiche Texte aus, als auch durch die experimentelle Produktion, die Folk mit R&B, Jazz und karibischen Inselrhythmen anreichert; getragen werden sie von der bemerkenswerten Stimme Fagans, die mal als ‚Kreuzung zwischen Scott Walker, Tim Hardin, dem frühen Bowie und Donovan‘ beschrieben wurde. Das ikonische Cover, ein Porträt des 20-Jährigen, hat der legendäre Photograph Joel Brodsky aufgenommen.