Mélanie De Biasio: Lilies (CD, LP)

Nach ihrem großartigen Debüt „No Deal“ legt Melanie De Biasio erneut ein Album vor, das sich jeglichem Schubladen-Denken verweigert. Nicht umsonst bemüht die Presse Vergleiche von Billy Holiday, Nina Simone bis zu Mark Hollis und Portishead um die einzigartige Atmosphäre ihres Sounds zu umschreiben. Die Flötistin und Sängerin setzt auf Reduktion statt auf Opulenz. Ganz bewusst verzichtet die Belgierin auf große Instrumentierung und stellt ihre Stimme und spärliche jazzy-elektronische Arrangements in den Vordergrund. Es sind Stücke für die Nacht, die einen nicht mehr loslassen und bei jedem Hören neue Reize setzen. Alles in in Moll gehalten und minimalistisch inszeniert. Jedes Wort wird von ihr betont, manchmal haucht sie ihre Texte nur, dann wieder klingt Melanie De Biasio kraftvoll wie Odetta oder Nina Simone. „Ein eindringlich intensives, intimes Album … Chapeau!“ (Stereoplay)

Der Schallplattenmann präsentiert: Gisbert zu Knyphausen, 23.1.2018, E-Werk (Saal), Erlangen

Kaum ein deutscher Musiker wird so innig von seinen Anhängern verehrt wie er und so ging letzten Herbst ein Seufzen durchs Land: Gisbert zu Knyphausen hatte ein paar neue Lieder geschrieben. Endlich. Nach sieben Jahren veröffentlichte er letzten Herbst sein drittes Album „Das Licht Dieser Welt“ (CD, LP).
Warum die lange Pause? 2008 erschien das hochgelobte Debütalbum „Gisbert zu Knyphausen“, 2010 das nicht minder gefeierte „Hurra! Hurra! So nicht“. Wieder zwei Jahre später das erste und letzte Album von Kid Kopphausen, der Band, die Gisbert mit dem großartigen Nils Koppruch gegründet hatte. Dessen plötzlicher, viel zu früher Tod warf ihn aus der Bahn, musste erst verarbeitet sein. Er ging ausgedehnt auf Tour, lebte längere Zeit in Südfrankreich, spielte Bass in bei Olli Schulz, kümmerte sich um das Festival ‚Heimspiel Knyphausen‘. Im Winter 2015/2016 begann er dann mit der Arbeit an den neuen Liedern.
Musikalisch ist das neue Werk offener geworden, vielseitiger. Neue Musiker und Instrumente kamen an Bord, das Korsett des Liedermachers wurde vollends gesprengt. Gleichbleibend gut sind seine Texte, die er mit viel Weltklugheit und feiner Melancholie aufs Papier bringt. Die nie in die Breite, sondern immer in die Tiefe gehen, mitten rein in das Wesen der Dinge. Die einem das Herz und den Kopf aufschrauben, aber keine Auswege oder billigen Ratschläge geben, sondern etwas viel Wertvolleres: Erkennen und Erkenntnis.
Karten gibt es im Vorverkauf ab 25,80, zB online via Reservix oder an der Abendkasse für 28€.

Frohe Feiertage!

Wir wünschen frohe & friedliche Feiertage und alles Gute fürs neue Jahr. Oder um es mit Jimmy Fallon, Paul McCartney & Co zu sagen: „Wonderful Christmastime“!

Der Schallplattenmann empfiehlt: Bugge Wesseltoft, 30.11.2017, E-Werk (Saal), Erlangen

„Wesseltoft weiß, wie man ein Publikum mit geringen Mitteln berührt. Hier werden auch Weihnachts-Hasser feuchte Augen bekommen.“ (Kulturnews)

Kaum ein Musiker kann die Stille so eindringlich hörbar machen wie der Norweger Bugge Wesseltoft in seinen Solopiano-Einspielungen. Die erfolgreichste, „It’s Snowing On My Piano“, ist seit 20 Jahren eine Insel der Ruhe und Einkehr nicht nur für die Winterzeit. Mit seinem aktuellen Werk kehren Bugge Wesseltoft und Produzent Siggi Loch zur Ausgangsidee von ‚Snowing‘ zurück. Der Albumtitel „Everybody Loves Angels“ (CD, LP) ist Sinnbild für die Leichtigkeit und Schwerelosigkeit dieser Musik. Für die Aufnahme begab sich Wesseltoft bewusst in die Stille, in die schroff-schöne Region der Lofoten, wo die größte Holzkirche Norwegens, die ‚LofotKatedralen‘ steht. In seinen Interpretationen der Musik von unter anderem Paul Simon, Lennon/ McCartney, Johann Sebastian Bach, Bruno Mars sind es besonders die Räume zwischen den Noten, die Wesseltoft wie kein anderer öffnet. Eine Musik-gewordene Antithese auf die Zapping-Mentalität unserer Zeit. Die Langsamkeit und Reduktion der Musik erlaubt es dem Hörer, in der Musik eigene Geschichten, Farben und Schattierungen zu finden, eigene Räume aufzumachen, in die man immer wieder zurückkehren möchte. „Eines der schönsten Alben des Jahres.“ (Galore).

Karten gibt es ab 22,50€ bei allen Vorverkaufsstellen oder online via Reservix.

Ladenkonzert mit Sarah-Jane Summers & Juhani Silvola, 24.11.2017, ca 18 Uhr, Eintritt frei!

„Eines der besten Folk Duos unserer Tage!“ (Songlines).

Schottische Hardanger-Fiedel trifft finnische Akustik-Gitarre: Summers & Silvola überzeugen auch auf ihrem zweiten Album „Widdershins“ (CD) mit einem rein instrumentalen Mix aus Tradition und Experimentierfreudigkeit. Mit viel Lust an Improvisation verbinden die beiden traditionelle Musik der Highlands mit skandinavischen Klängen. Die beiden großartigen Musiker loten die klanglichen und expressiven Möglichkeiten ihrer Instrumente maximal aus, von melancholisch bis fröhlich, schwelgerisch bis schnell, zart bis rockig rau ist jede Stimmung vertreten. Von wegen zurückhaltende Nordlichter: „Volksmusik trifft Noiserock“, urteilte die norwegische Press begeistert.

Als eine der Letzten hat Sarah-Jane Summers von Donald Riddell gelernt, seinerzeit einer der großen Traditionalisten der schottischen Geigen. Als Mitglied der Bands Fribo und Kent spielte sie auf vielen Festivals, auch solo arbeitete sie bereits mit verschiedenen Folkgrößen zusammen, darunter zum Beispiel Weltklassecellist Barry Phillips und Geigerin Liz Knowles. Auch Juhani Silvola ist alles andere als neu in der Szene: Als Gitarrist und Produzent für Künstler wie Elin Kaven oder Highasakite konnte er schon oft seine Talente unter Beweis stellen.

„Spielfreude pur“ (musikreviews.de).