Adventsbesuch

Der Schallplattenmann bekommt Besuch:

Konstantin Gropper von Get Well Soon

Am Mittwoch 3.12.2008 beehrt uns Konstantin Gropper, Sänger und Songschreiber der Band Get Well Soon, mit einem kleinen akustischen Vorgeschmack auf das Konzert in der E-Werk Kellerbühne am gleichen Abend.

Los geht’s bei uns gegen 17 Uhr, wir freuen uns besonders. Warum das so ist, kann am besten jener Herr erzählen, der Get Well Soon sehr zu seinem Verdruss nur fast unter Vertrag genommen hätte. Herr Stiewe, bitte schwärmen sie jetzt:

„Ja, Himmelherrgottnochmal, dieses Album wollten wir unbedingt auf Glitterhouse Records herausbringen. Aber so was von herausbringen! So sehr wollten wir ewig lang kein Erstlingswerk einer völlig unbekannten Band veröffentlichen. „Rest Now Weary Head You Will Get Well Soon“ ist das vielleicht beste Debüt aus Deutschland seit Menschengedenken. Dass letzten Endes in einer Volte des Schicksals unser alter Freund und Kupferstecher, Mr. Ellinghaus, sie nach ihrem gloriosen Auftritt beim Orange Blossom Special 11 an seinem Label City Slang andocken ließ, ist aus unserer Sicht dementsprechend mächtig schade. Aber das Leben ist kein Ponyhof. Und das Album, das fast zwei Jahre fertig in der Schublade lag, wird dadurch ja nicht schlechter. Wie allenthalben auch in den deutschen Musikmedien zu vernehmen war, könnte und sollte aus Get Well Soon etwas Großes werden. Konstantin Gropper heißt der Mann, der dafür verantwortlich ist. Talent ist gar kein Ausdruck. Ein Album, das Leben retten kann. Ein Album, das die Welt zu einem besseren, ach was, zum idealen Ort macht. Ein eingelöstes Glücksversprechen. Durchdacht, doch emotional, versponnen, doch prägnant. Sinfonisch ausholende Gesten, gebrochen von trocken schnarrenden Pretiosen. Ein Kleinod, das in Erdtönen daherkömmt. Ein Großod, gar. All das, was ihr mögt an Sufjan Stevens, an Calexico, an Nick Cave, an den Bright Eyes, an Arcade Fire oder Grandaddy findet sich hier in einer Form, die alle Glücklichen, die ihrer bisher gewahr wurden, nachgerade jubilieren lässt. Konstantin verliert sich nicht in Stilistiken. Er ist ganz er selbst. Und wenn ich denn morgen ertrinken sollte oder erschossen würde: Ich habe dieses Album hören dürfen. Danke dafür.“ (Rembert Stiewe/ Glitterhouse Records)

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