Portico Quartet — spannender Post-Jazz aus Londons Osten

Philip Glass, Steve Reich, Alice/John Coltrane, Radiohead, Arthur Russell, Sun Ra oder E.S.T. mit zusätzlichem Saxofonisten/Elektroniker als Quartett und Hang (ein melodisches Schlag-Instrument) anstelle des Pianos — das sind Referenzen, die einem beim Hören von „Isla“ durch den Sinn mäandern, aber dennoch lässt sich nicht sagen, Musik wie die des jungen Londoner Portico Quartet schon einmal so gehört zu haben. Umso bemerkenswerter in post-modernen Zeiten, wo fast jedes Next Big Thing, ob bewußt Einflüsse zitierend oder nicht, letzlich doch meist wie irgendwas oder irgendwer klingt.
Nach dem Debüt „Knee Deep In The North Sea“ (2007) produzierte Tonregisseur John Leckie (u.a. Radiohead) in den Abbey Road Studios den soeben auf RealWorld als CD und auf LP veröffentlichten Zweitling — eine spannende Platte zwischen allen erdenklichen Stühlen, von der und über die wir noch viel hören werden.
Im April 2010 wird man sich hierzulande — hoffentlich bestuhlt und vor einem Publikum, das noch zuhören kann ohne nervös am Handy herumzufummeln — auch live von den Qualitäten der vier introvertierten Quertöner überzeugen können.

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Mehr Info:
http://porticoquartet.com/
http://www.myspace.com/porticoquartet