John Grant: „Pale Green Ghosts“

Der Ex-Sänger der Czars ist kein Mann, der sich auf seinen Lorbeeren ausruht und ein erfolgreiches Rezept einfach wiederholt. Zwar versammelt John Grant wie schon auf seinem hochgelobten Solodebüt (nur z.B. Mojo Album des Jahres!) auch auf „Pale Green Ghosts“ (CD, DoLP+CD) dunkelgetönte, autobiografische Pop-Kostbarkeiten. Aber wo auf „Queen Of Denmark“ akustische Opulenz herrschte, werden beim Nachfolger (in Reykjavik von Birgir Porarinsson/Gus Gus aufgenommen) diverse Songs teils dezent, teils fast schon tanzbar elektronisch unterlegt. Erstaunlicherweise verleiht der kühle Hintergrund den melancholischen Texten und der betörend schönen Stimme des Amerikaners aber umso mehr Gewicht. Und als wäre all das nicht kunstvoller Wohlklang genug, stammen die ätherischen Backing-Vocals von keiner geringeren als Sinead O’Connor. Ganz wunderbares Album.

Mehr Informationen zum Künstler:

http://johngrantmusic.com/