Der Schallplattenmann präsentiert: David Lemaitre, 5.6., E-Werk Erlangen, Kellerbühne

Geboren auf 3600 Meter Höhe wächst David Lemaitre in La Paz, Bolivien, auf. In dieser bergreichen und von der Industriegesellschaft unberührten Gegend hört er früh von seiner Mutter die melancholischen Lieder des südamerikanischen Hochlands. Im Plattenregal seines Vaters fasziniert ihn die Psychedelia der amerikanischen 70er Jahre. Als Sohn einer chilenischen Künstlerin und eines bolivianischen Ingenieurs wächst David Lemaitre dreisprachig auf und kommt mit Anfang 20 nach Europa. Hier saugt er von Nick Drake über Noir Desir bis Kraftwerk alles auf. Er beginnt Songs zu schreiben und mit Sounds zu experimentieren. Es entstehen Geschichten, die die introvertierte Stimme von Elliott Smith mit großen Hallräumen, Streichern und Lo-Fi Elektronika kombinieren. Der 28-Jährige singt über den französischen Meeresbiologen Jacques Cousteau oder über Flugzeugpartys ohne Piloten. Ob dabei ein minimalistischer Akustiksong in bester Nick Drake Manier oder munterer Pop entsteht, ist ihm nicht so wichtig. “Man kann sich letztendlich auch nicht vornehmen was man heute Nacht träumen wird…” Entsprechend abwechslungsreich klingt auch sein wunderschönes erstes Album „Latitude“.

Das Konzert beginnt gegen neun Uhr, Tickets gibt es für günstige 8,40 € (Vorverkauf) beziehungsweise 10.- € (Abendkasse).

Und nicht nur uns gefällt David Lemaitres Debüt überaus gut, sondern beispielsweise auch dem BR2 Zündfunk:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/pop-platten/album-der-woche/adw-david-lemaitre100.html