Little Hurricane: Same Sun Same Moon (CD, LP+MP3)

Wer ‚alternativer Pop-Rock in Duobesetzung‘ hört, denkt vermutlich erstmal an die White Stripes oder Black Keys. Doch auch Little Hurricane aus San Diego bewegen sich seit 2010 in diesen musikalischen Gefilden. Überaus gekonnt noch dazu. Anthony Catalono (Gitarre, Gesang) und Celeste Spina (Schlagzeug, Backing Vocals) sind zu allererst hervorragende Songwriter, die sich minimalistischem Blues-grundierten Pop verschrieben haben. Auf ihrem neuen Album stehen lässig coole Riffs, die auf Könnerschaft und Spielfreude hindeuten, neben feinfühligen Refrains. „Dass der thematische Fokus des Blues auf unerwiderter Liebe liegt, haben die Amerikaner verstanden. Und wenn wie im Abschlusssong ‚Moon‘s Gone Cold‘ dafür kurzfristig ganz tief in die Klischeekiste gegriffen wird (‚There is no mountain, I can climb‘), dann geht das absolut in Ordnung. Denn ein guter Song ist ein guter Song.“ (Classicrock)

Der Schallplattenmann präsentiert: Ephemerals, 4.5., E-Werk Erlangen, Clubbühne

Nach seinem Abschied von der Band ‚Hannah Williams And The Tastemakers‘ machte sich Hillman Mondegreen im Jahr 2013 auf die Suche nach neuen Verbündeten. Es dauert nicht lange, bis der Londoner Gitarrist und Soul-Fanatiker fündig wurde und unter dem Ephemerals-Banner ein neues Projekt an den Start brachte. Auf einem festen Soul-Fundament verbindet die Band warmen Retro-Sound mit frischem Groove. Hohen Wiedererkennungswert hat die Musik vor allem durch die außergewöhnliche Stimme des Sängers Wolfgang Valbrun: „Wir sind verankert im Soul. Doch mit dem neuen Album überschreiten wir Grenzen. Soul, ein bisschen Oldschool-Rock, und, ja, irgendwie ein bisschen von allem. Warum wir trotzdem als Soulband identifizert werden, liegt wohl an meiner Stimme – diese tiefen Gefühle, die ich da hineinpacke, machen den Soul aus. Aber die Musik an sich ist sehr offen!“ Zwei Alben später hat sich weder an der ursprünglichen 7-Mann-Besetzung, noch an der musikalischen Ausrichtung und anspruchsvollen Umsetzung etwas geändert. Pünktlich zur Tour erscheint mit „Egg Tooth“ (CD, LP) der dritte Longplayer.

Wir freuen uns auf den sicher seelenvollen Auftritt in Erlangen, Karten gibt es im Vorverkauf ab 13,70€.

Record Store Day 2017: Die Release-Liste steht online!


Liebe Vinylfreunde,

die mit Spannung erwartete Release-Liste zum diesjährigen Record Store Day ist veröffentlicht! Der RSD findet diesmal am vierten Samstag im April statt (22.4.2017). Die Botschafterin des Record Store Day 2017 heißt St. Vincent:

Der Record Store Day wurde erstmals 2007 in den USA in die Tat umgesetzt. Einige Musikenthusiasten hatten die feine Idee, kleine Indie-Plattenläden mit einigen speziellen, nur dort erhältlichen Neuerscheinungen zu feiern und zu fördern. Mittlerweile nehmen über 3000 unabhängige Geschäfte weltweit teil, die Liste der hochwertigen Veröffentlichungen (farbige LPs, Vinyl-Erstauflagen, Picture Discs, etc.) sowie die Zahl der teilnehmenden Labels und Bands wird dementsprechend von Jahr zu Jahr länger.

Wie immer gilt: alle Veröffentlichungen erscheinen exklusiv zum RSD und dürfen auch erst ab dem 22.4. verkauft werden. Zudem sind die Artikel teilweise streng limitiert.

Die Komplett-Liste der hierzulande erscheinenden Veröffentlichungen findet ihr auf der deutschen Record Store Seite:

http://www.recordstoredaygermany.de

Der Schallplattenmann präsentiert: Rodrigo Leão & Scott Matthew, 15.3.2017, E-Werk (Saal), Erlangen

Im März treffen im E-Werk nicht nur zwei Kontinente, sondern vor allem zwei sehr besondere Musiker und Meister der bittersüßen Melancholie aufeinander.
Da ist zum einen Ausnahmesänger Scott Matthew: Der Australier hat sich seit seiner Arbeit an Titelsong und Soundtrack für den Film „Shortbus“ (2006) ein treues Stammpublikum erarbeitet. Es folgten fünf Studio- und ein so exquisites wie ungewöhnliches Cover-Album auf denen der ‚Seelenpunk‘ aus Australien sein Publikum stets zielsicher mitten ins Herz trifft – mit samtig-rauem Bass und bittersüßen, sacht ironischen Songs.
Bei seinem aktuellen musikalischen Partner Rodrigo Leão handelt es sich um nichts weniger als eine portugiesische Legende: Der Komponist und Produzent, seit 30 Jahren feste Größe der portugiesischen Musikszene, begründete nur unter anderem das Ensemble Madredeus, dem Wim Wenders einen ganzen Film („Lisbon Story“) widmete. Bei den Studioproduktionen lässt er seine mitreißenden, emotionalen Instrumentalsongs gerne von so besonderen Künstlern wie Neil Hannon (Divine Comedy), Beth Gibbons (Portishead) und Stuart Staples (Tindersticks) interpretieren. Wie perfekt die Chemie zwischen Leão und Matthew stimmt, wird bereits auf ihrem ersten gemeinsamen Album „Life is Long“ (CD, LP) sehr deutlich, auf der Bühne könnte das ein magischer Abend werden.
„Ein Werk voller wunderbarer, poetischer Balladen, klassischer eingängiger Harmonien, mit einem Orchester musikalisch gelungen umgesetzt und einfühlsam von Scott Matthews Stimme getragen.“ (Deutschlandfunk).
Das Konzert ist bestuhlt bei freier Platzwahl, Tickets gibt es im Vorverkauf ab 24,70€.

L.A. Salami: Dancing With Bad Grammar: The Director’s Cut (CD, 2LP+MP3)

Wenn jemand das Do-It-Yourself-Prinzip verinnerlicht hat, so Lookman Adekunle Salami: Seine erste Gitarre bekam er erst mit 21 Jahren, das Spielen hat er sich selbst beigebracht, und dieses Album wurde in nur einer Woche in London aufgenommen. Natürlich ausschließlich live, denn Musik aus der Konserve interessiert ihn nicht. Seinen Produzenten Matt Ingram lernte er durch die gemeinsame Freundin Lianne Le Havas kennen, mit der L.A. Salami schon viel tourte. Natürlich ist L.A. von der Musik der 60er und 70er Jahre beeinflusst und nicht wenige sehen in ihm einen modernen Bob Dylan, der Folk, rockiges Gitarrenspiel und sogar Hip-Hop innovativ zusammenführt.

„Ein perlendes, beinahe klassisches Folk- und Blues-Album, das mit seinen Klageschriften unbedingt in die Gegenwart gehört. (…) ‚Dancing With Bad Grammar: The Director’s Cut‘ bedeutet insgesamt 15 mal Staunen, mit welch frischem Wind man zwei der traditionellsten Popmusikgenres entstauben kann, ohne an irgendeiner Stelle reine Retrospektive zu sein. Das wichtigste an diesem Debüt aber ist die Rückversicherung, dass es sehr wohl gelingen kann, gefühlvolle Musik mit gesellschaftlich relevanten Themen zu verbinden. Es muss zum Glück nicht immer das Innenleben des Urhebers ein.“ (musikblog.de)