Der Schallplattenmann empfiehlt: Bugge Wesseltoft, 30.11.2017, E-Werk (Saal), Erlangen

„Wesseltoft weiß, wie man ein Publikum mit geringen Mitteln berührt. Hier werden auch Weihnachts-Hasser feuchte Augen bekommen.“ (Kulturnews)

Kaum ein Musiker kann die Stille so eindringlich hörbar machen wie der Norweger Bugge Wesseltoft in seinen Solopiano-Einspielungen. Die erfolgreichste, „It’s Snowing On My Piano“, ist seit 20 Jahren eine Insel der Ruhe und Einkehr nicht nur für die Winterzeit. Mit seinem aktuellen Werk kehren Bugge Wesseltoft und Produzent Siggi Loch zur Ausgangsidee von ‚Snowing‘ zurück. Der Albumtitel „Everybody Loves Angels“ (CD, LP) ist Sinnbild für die Leichtigkeit und Schwerelosigkeit dieser Musik. Für die Aufnahme begab sich Wesseltoft bewusst in die Stille, in die schroff-schöne Region der Lofoten, wo die größte Holzkirche Norwegens, die ‚LofotKatedralen‘ steht. In seinen Interpretationen der Musik von unter anderem Paul Simon, Lennon/ McCartney, Johann Sebastian Bach, Bruno Mars sind es besonders die Räume zwischen den Noten, die Wesseltoft wie kein anderer öffnet. Eine Musik-gewordene Antithese auf die Zapping-Mentalität unserer Zeit. Die Langsamkeit und Reduktion der Musik erlaubt es dem Hörer, in der Musik eigene Geschichten, Farben und Schattierungen zu finden, eigene Räume aufzumachen, in die man immer wieder zurückkehren möchte. „Eines der schönsten Alben des Jahres.“ (Galore).

Karten gibt es ab 22,50€ bei allen Vorverkaufsstellen oder online via Reservix.

Ladenkonzert mit Sarah-Jane Summers & Juhani Silvola, 24.11.2017, ca 18 Uhr, Eintritt frei!

„Eines der besten Folk Duos unserer Tage!“ (Songlines).

Schottische Hardanger-Fiedel trifft finnische Akustik-Gitarre: Summers & Silvola überzeugen auch auf ihrem zweiten Album „Widdershins“ (CD) mit einem rein instrumentalen Mix aus Tradition und Experimentierfreudigkeit. Mit viel Lust an Improvisation verbinden die beiden traditionelle Musik der Highlands mit skandinavischen Klängen. Die beiden großartigen Musiker loten die klanglichen und expressiven Möglichkeiten ihrer Instrumente maximal aus, von melancholisch bis fröhlich, schwelgerisch bis schnell, zart bis rockig rau ist jede Stimmung vertreten. Von wegen zurückhaltende Nordlichter: „Volksmusik trifft Noiserock“, urteilte die norwegische Press begeistert.

Als eine der Letzten hat Sarah-Jane Summers von Donald Riddell gelernt, seinerzeit einer der großen Traditionalisten der schottischen Geigen. Als Mitglied der Bands Fribo und Kent spielte sie auf vielen Festivals, auch solo arbeitete sie bereits mit verschiedenen Folkgrößen zusammen, darunter zum Beispiel Weltklassecellist Barry Phillips und Geigerin Liz Knowles. Auch Juhani Silvola ist alles andere als neu in der Szene: Als Gitarrist und Produzent für Künstler wie Elin Kaven oder Highasakite konnte er schon oft seine Talente unter Beweis stellen.

„Spielfreude pur“ (musikreviews.de).

Der Schallplattenmann präsentiert: 15.11.2017, Hardpan (Suport: The Sandbox Josephs), Künstlerhaus (Zentralcafe), Nürnberg

Mit Chris Burroughs, Joseph Parsons, Terry Lee Hale und Todd Thibaud besteht Hardpan aus vier gestandenen Singer/Songwritern, die alle auf etliche Veröffentlichungen zurückblicken können. 2002 taten sie sich für ein gemeinsames Album zusammen: 13 großartige Songs, die von akustischen Gitarren und vor allem den wunderbaren Stimmen der vier Ausnahmekünstler geprägt sind; Dobro, Mundharmonika, bisweilen elektrische Gitarren runden das Ganze ab. Die begeisterte Presse zog sogleich Vergleiche zu Crosby, Stills, Nash und Young. Es folgte eine legendäre Tour durch ganz Europa (mit der Drum-Kiste ‚Jim‘ als fünftem Bandmitglied), 2003 erschien noch eine Live-CD, danach widmete sich jeder wieder seinen eigenen Projekten. Nach einem Einzel-Gig bei der Blue Rose Christmas-Party 2013 folgte 2015 dann die lang erwartete Reunion-Tour. Gerade erschien endlich das zweite Studio-Album und die Band geht wieder auf eine ausgedehnte Tour.
„Das Schöne für uns ist, dass wir nach einer Phase des intensiven Arbeitens tatsächlich wie eine Band klingen, die ständig zusammen spielt – nicht wie vier Individuen, die zufällig gleichzeitig auf einer Bühne stehen. Es gibt einen Hardpan-Sound, zu dem jeder von uns seinen Teil beiträgt, jedes Mal, wenn wir uns treffen. Mehr als die Summe der Einzelteile oder so. Es macht Spaß und es tut weh, es ist sehr befriedigend und es macht einen verrückt. Genau so wie es in einer echten Band sein sollte.“
Tickets gibt es ab 17,50€ bei den bekannten Vorverkaufsstellen oder online.

Plattenladenwoche ante portas: Sonderauflagen & Ladenkonzerte

Am 16.10. geht die Veranstaltungsreihe Plattenladenwoche in die neunte Runde, das Schwerpunkt-Thema lautet ‚Liedermacher‘. Auch in diesem Jahr soll damit die kulturelle Institution Plattenladen durch Veranstaltungen und limitierte Sonderauflagen in den Fokus gerückt werden. Die Komplett-Liste der exklusiv im Fachhandel erhältlichen Veröffentlichungen steht seit heute online, wir nehmen eure Reservierungswünsche, am besten zeitnah, gerne entgegen.

Unsere Ladenkonzerte:

19.10.2017, ab 18 Uhr: Eric Pfeil.

Auf den Besuch des Musikers und großartigen Autors (siehe sein Pop-Tagebuch im Rolling Stone) freuen wir uns ganz besonders! Sein aktuelles drittes Studioalbum „13 Wohnzimmer“ (CD, 2LP+CD) dürfte das erste Werk der Popgeschichte sein, das ausschließlich in fremden Wohnzimmern aufgenommen wurde. „Der zum Troubadour gewordene Dandy ist ein Meister treffender Worte und verwinkelter Geschichten, ein Beschwörer betörend-schöner Melancholie, ein Freund der Polarität und der Brüche.“ (Süddeutsche Zeitung)


21.10.2017, ab 14 Uhr: Point & Die Spielverderber auf Plattenladentour.

Unsere lakonisch leichtfüßigen Lokalhelden geben ein Konzert in zwei Läden. Erst wird hier aufgespielt, dann gehts etwa um 15:30 Uhr bei den Kollegen von Bongartz weiter. „Es ist genau diese schelmische Intelligenz, die auch Points musikalisches Schaffen auszeichnet und so einzigartig liebenswert macht.“ (Tom Liwa)

Der Schallplattenmann präsentiert: Omer Klein Trio, 4.10., E-Werk (Saal), Erlangen

Omer Klein, einer der jüngeren Vertreter israelischen Jazz-Schaffens, wuchs in Netanja auf, gab schon mit 16 Jahren erste Konzerte und zog, gerade einmal 23jährig, nach Boston. Von da aus, wie kann es auch anders sein, ging es nach New York, inzwischen lebt er in Düsseldorf. Auf seinem aktuellen Studioalbum „Sleepwalkers“ (CD, 2LP) fasst er all diese Einflüsse elegant zusammen: moderner Jazz unterschiedlichster Prägung, immer wieder garniert mit Elementen jüdischer Musiktradition. Sein Bassist Haggai Cohen-Milo lässt seine Finger genauso schnell über die Saiten tanzen, wie Klein über die Tasten seines Pianos, hier kommunizieren zwei Meister ihres Fachs. Aber erst Armin Bresler rundet das ganze ab: Der junge Schlagzeuger ist nicht nur im Jazz unterwegs, sondern auch in der Drum n’ Bass und Dubstep-Szene bestens bekannt. Dass so einer nicht still dasitzt, sondern sich einmischt, einen spannenden Trialog eröffnet, ist klar – und macht einfach Freude.

Tickets gibt es ab 22,50€ im Vorverkauf zum Beispiel via Reservix und für 24€ an der Abendkasse; Inhaber des Erlangen Pass erhalten bei dieser Veranstaltung 50% auf den Eintrittspreis.